Volksschule Ahrensbök

Modellbau: Jürgen Bartels
Modellbau: Jürgen Bartels

Volksschule Ahrensbök

Das Schulgebäude wurde 1872/73 nach dem großen Brand im September 1872 neu gebaut. Sein Zustand ließ nach den Kriegs- und Nachkriegsjahren, in denen wenig zu seinem Erhalt getan werden konnte, zu wünschen übrig. Durch Baumaßnahmen im Jahre 1953 wurden neue Räume geschaffen. Am 1.6.1953 konnte im ausgebauten Dachgeschoss ein neuer Klassenraum bezogen werden. Ferner nutzte man den ehemaligen Handarbeitsraum und einen Lehrmittelraum als Klassenräume. Im ersten Stock teilte man den mittleren Raum. Eine Hälfte wurde als Lehrmittelraum, die andere als Lehrerzimmer eingerichtet. Damit standen nun 12 Klassenräume zur Verfügung. Das ehemalige Lehrerzimmer – Glaskasten genannt – wurde etwas verkleinert, um Platz für eine neune Treppe ins Dachgeschoss zu schaffen. Der kleine Raum diente dem Rektor als Amtszimmer. 1962 äußerte die Schulleitung den Wunsch, dass die Gemeinde die “Dauerwellenfußböden” durch weniger geräuschvolle ersetzen möge. Auch der lückenhafte Zaun vor dem Schulhof wurde beanstandet. 1963 bezeichnete die Schulleitung auch die Bedürfnisanlage als dringend überholungsbedürftig. Vor allem müsse die Spülung in Ordnung gebracht werden. Im Sommer 1972 wurde das Gebäude abgerissen. Schülerzahlen Am Ende des Sommerhalbjahres 1947 hatten Volks- und Mittelschule zusammen 1.051 Schüler. Davon waren 536 Knaben und 515 Mädchen. 493 Kinder waren Einheimische, 558 Flüchtlinge. Das Schuljahr 1949/50 wurde mit 892 Volksschülern und 173 Mittelschülern eröffnet. Wegen der Raumnot konnte noch nicht der volle Unterricht erteilt werden. Am 15.11.1949 wurden die Mädchenklassen V b, 2a, 3a, 4c und 5 c im Gebäude der ehemaligen LBA untergebracht. Nach dem Stand vom 15.5.1950 besuchten 822 Kinder die Volksschule, 442 Jungen und 380 Mädchen; die Mittelschule hatte 177 Schüler, 89 Jungen und 88 Mädchen. Die Klassenstärke der Volksschulklassen bewegte sich zwischen 45 und 55 Schülern, die der Mittelschule zwischen 27 und 32 Schülern. Das Verhältnis von Schülern zu Räumen machte Schichtunterricht morgens und nachmittags immer noch erforderlich. Nach den Herbstferien 1950 wurden in der Volksschule aus den drei fünften Klassen zwei Knaben- und zwei Mädchenklassen gebildet. Dafür erklärten sich die Lehrkräfte bereit, eine Wochenstunde mehr zu erteilen. Am 1.5.1951 ergab die statistische Erhebung folgende Schülerzahlen: Volksschule 669 Kinder, Mittelschule 360 Kinder. Der Anteil der Heimatvertriebenen an der Gesamtschülerzahl betrug 1951 an der Volksschule 39 %, an der Mittelschule 50,5 %. Am 1. Mai 1953 besuchten 594 Kinder, davon 316 Knaben und 278 Mädchen die Volksschule, darunter 259 Heimatvertriebene. Sie verteilten sich auf 15 Klassen, für die 13 Lehrkräfte und 12 Räume zur Verfügung standen. (Quelle: Aus der Geschichte d. Großgem. Ahrensbök von Anneliese Grimm)